Das Heimat- und Torfmuseum Gröbenzell hat neue Öffnungszeiten.
Jeden Sonntag von 10.30 - 12.30 Uhr öffnet es seine Pforten.
Jeder ist herzlich willkommen! Ein Besuch lohnt sich! Barrierefreier Zugang über eine Lift.
Das Heimat- und Torfmuseum Gröbenzell führt den Besucher in die Lebensumstände der Bevölkerung um die Gründungszeit der Siedlung ein. Besonderes Augenmerk haben die Gestalter des Museums auf die Torfgewinnung in den Mooren um Gröbenzell gerichtet: Torf war damals ein wichtiger Brennstoff und diente damit dem Lebensunterhalt vieler hier ansässiger Familien. Gleichwohl war der Torfstich eine anstrengende und mühsame Arbeit, bei der zeitweilig auch die Kinder tatkräftig mithelfen mussten. Eine erste Erwähnung fand Gröbenzell im Jahre 1570 als Sitz einer Zollstation – daraus leitet sich die Ortsnamensendung Gröbenzell her.
1839 baute man die Eisenbahnstrecke München – Augsburg, die durch die Gemarkung Gröbenzell führte. So wurde Gröbenzell schon 1898 eigene Bahnstation. Die Anwohner lebten – neben dem Torfstich – von Landwirtschaft und Handwerk. Eine besondere Ziegenrasse, die „Hornlose“ wurde in Gröbenzell mit großem Erfolg gezüchtet und bis weit über die Grenzen Bayerns hinaus verkauft. Eine originalgroße Nachbildung einer Wohnstube der damaligen „Möslerhäuser“ kann im Museum besichtigt werden.
Zeitgleich mit der katholischen Pfarrkirche St. Johann Baptist entstand im Jahre 1925 eine Schule. Die zunächst einklassige Volksschule wurde im Laufe der Zeit immer wieder erweitert. Ab 1968 wurde sie zweckentfremdet und schließlich 1999 nach Originalplänen rückgebaut und kernsaniert. Seitdem beherbergt die „Alte Schule“ ein Gasthaus, Räumlichkeiten für Vereine sowie im Dachgeschoß das Heimat- und Torfmuseum.
Daneben zeigt die Ausstellung anhand anschaulich gestalteter Schautafeln und Dioramen die geologische Entwicklung des Torfmoores, wie es für die Dachauer Gegend typisch ist. Viele weitere Details sind im Museum zu entdecken – ein Besuch lohnt sich!
Eine aktuelle Ausstellung gibt es seit dem 22. März im Heimat-und Torfmuseum der Gemeinde Gröbenzell. Im Zusammenhang mit dem hundertjährigen Jubiläum der alten Schule wurde dem Museum eine große Privatsammlung von Maria Magdalena Siegesmund angeboten mit über 800 Exemplaren von sogenannten Fleißbildchen.
Zwei mal jährlich – so auch am 2.12.2024 – traf sich das Team zusammen mit dem Museumsleiter, um die freiwillige und ehrenamtliche „Diensteinteilung" für das nächste halbe Jahr zu machen. Der Vorstand des Vereins der Gröbenhüter und die vielen Museumsbesucher sind dankbar für die fleißigen und unermüdlichen Helfer und Helferinnen, ohne die das Museum nicht regelmäßig sonntags geöffnet werden könnte.
Es gibt viel zu tun in den nächsten Wochen im „Heimat- und Torfmuseum“ der Gemeinde Gröbenzell. Die „Alte Schule“ wird im nächsten Jahr 100 Jahre alt. Deshalb müssen im Museum jetzt Ausstellungsobjekte gereinigt und neu konzipiert werden. Zum Glück sind die ehrenamtlichen „Gröbenhüter“ mit Fleiß und Spaß bei der Arbeit. Deshalb blieb das Museum in den Sommerferien geschlossen...
Heimat- und Torfmuseum Gröbenzell Rathausstraße 3 82194 Gröbenzell
Museumsleiter: Michael Jaumann
Museumsgründer:Herr Horst Hell (* 1930 - † 2011)
Das Heimat- und Torfmuseum finden Sie im Zentrum von Gröbenzell im Dachgeschoß der "Alte Schule".
Sonntag: 10.30 - 12.30 Uhr
Eintritt frei
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